Gesamtschweizerisches Einsatzleitsystem für die Eidgenössische Zollverwaltung

Patrik Riesen Patrik Riesen, 06, Oktober 2017

 

Die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) stellt den reibungslosen Waren- und Personenverkehr über die Grenze sicher und beschäftigt über 4’000 Mitarbeitende. Sie besteht aus dem uniformierten, bewaffneten Grenzwachtkorps (GWK) und dem zivilen Zoll (ZivZoll). couniq verantwortete den fachlichen Teil der Ausschreibung für ein einheitliches Führungsunterstützungs- und Einsatzleitsystems (FUELS).

Felix Baur, Projektleiter und Business Analyst bei couniq, erarbeitete die fachseitigen Geschäftsprozesse der EZV und leitete daraus die Anforderungen an das neue Einsatzleitsystem (EZ) ab. Zwar waren identische Dienstvorschriften vorhanden, aber die einzelnen Systeme der Einsatzzentralen in Chiasso, Basel, Chur und Genf sind über die Jahre unterschiedlich gewachsen. In zwei Arbeitsgruppen mit dem Kunden wurde wichtige Vorarbeit geleistet: Während die erste den Ablauf des Tagesgeschäfts und die Zusammenarbeit zwischen den Equipen erfasste, daraus die Kernprozesse erarbeitete und Schnittstellen zum System definierte, bearbeitete die zweite, unter Einbezug der Bedürfnisse der regionalen EZ, die fachseitigen Systemanforderungen, die Einsatzstichworte sowie deren Serviceprozesse.

System mit über 140 Prozessen

Felix Baur definierte, harmonisierte und vereinheitlichte die Einsatzstichworte und deren 140 Serviceprozesse in  Bezug auf die EZ und die bestehenden Dienstvorschriften. Es folgten Prozessdiagramme, Entwürfe und Leitlinien. Darauf definierte er die Massnahmen – beispielsweise
wer wann aufgeboten wird – unter Berücksichtigung der örtlichen und zeitlichen Abhängigkeiten. Er erstellte einen Systembeschrieb und unterstützte die EZV bei der Evaluation einer geeigneten Standardsoftware. «Ich wirkte auch bei der Erstellung des Einsatzund Betriebskonzepts unterstützend mit. Die EZ-Serviceprozesse, die ich vor versammelter Geschäfts-leitung des GWK präsentiert habe, sind äusserst gut angekommen», erzählt Felix Baur nicht ohne Stolz.

Zielgerichteter Einsatz und mehr Transparenz

Der Hauptnutzen des FUELS für das grösste zivile Sicherheitsorgan der Schweiz ist, dass die EZ bei einem Ereignis sofort die Checkliste mit den richtigen taktischen Massnahmen griffbereit hat und diese in Absprache mit der Front effizient abarbeiten kann. Zudem unterstützt das System die Einsatzführung im Verbund. Es leistet den Mitarbeitenden des GWK und ZivZolls gute Dienste bei: Fahndungsabfragen, der schnellen Informations- und Fahndungsverbreitung, Auskünften zu Vorschriften, Abklärungen mit Fachstellen, Notrufen und der Verstärkungsanforderung – etwa wegen eines Betäubungsmitteldelikts, einer Schussabgabe oder zur Schmuggelbekämpfung. «Die grösste Herausforderung bestand darin, das Business des GWK und ZivZolls sowie die Sprache der Mitarbeitenden zu verstehen», fasst Felix Baur zusammen.

«Das Wichtigste an diesem Auftrag war, dass die
Serviceprozesse einfach beschrieben und sofort
verständlich sind.
»

-Felix Baur
  Projektleiter und Business Analyst
  couniq consulting GmbH

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